News

10.04.2015
FREIWILLIGE BEITRÄGE ALS SONDERAUSGABEN STEUERLICH ABZIEHBAR

Mitglieder, die im Inland steuerfreie Einkünfte erzielen, weil sie in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem Land, mit dem ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) besteht, beschäftigt sind, können freiwillige Beiträge grundsätzlich als Sonderausgaben steuerlich geltend machen, solange diese nicht im unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit den steuerfreien Einnahmen stehen.

Nach Auffassung des Bundesfinanzhofes (BFH) besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang, wenn die Einnahmen und die Aufwendungen dasselbe Ereignis betreffen, was Finanzverwaltungen bereits dann als gegeben ansehen, wenn die Erzielung der Einnahmen und die Beitragszahlungen in demselben Zeitraum erfolgen.

Mit Urteil vom 04.06.2014 hat das Finanzgericht Köln hingegen entschieden, dass nicht das Zusammenfallen der Einnahmen und Ausgaben ausschlaggebend sei, sondern die Einnahmen und Aufwendungen nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes durch dasselbe Ereignis veranlasst worden sein müssen. Dies treffe allerdings nur bei Pflichtbeiträgen, nicht aber bei freiwillig geleisteten Beiträgen zu, so dass diese als Sonderausgabe abzugsfähig seien.


Es bleibt daher auch für Mitglieder, die eine Arbeit im Ausland aufnehmen, mit Blick auf den Berufsunfähigkeitsschutz und die Altersversorgung empfehlenswert, freiwillige Beiträge an das Versorgungswerk zu entrichten.

zurück

Newsletter

Bitte warten